Karob goes Ingwer Shot

Anita Horn Food, Rezepte, Slider

Bevor ich euch das Rezept erkläre, vorab einmal kurz was zur Entstehung dieses Shots.

Letzte Woche auf dem Weg von der Arbeit nach Hause bin ich an einem türkischen Supermarkt vorbei gefahren – so wie jedes Mal auf dieser Strecke. Aber ich war noch nie drin. Also bin ich kurzerhand stehen geblieben und war schon auf den ersten drei Metern im Geschäft völlig aus dem Häuschen. Zwischen den Limetten und dem Ingwer lagen braune, getrocknete Früchte, die aussahen wie von einem anderen Planeten.

An der Kiste klebte ein handgeschriebenes Schild: Johannisbrot. Aha. Aber wie esse ich das? Und was genau ist das? Also habe ich einen Mitarbeiter gefragt, der gerade Obst einsortiert hat. Er nahm ein Johannisbrot, brach eine Ecke ab und biss hinein. „Wir haben das bei uns im Dorf früher immer als Süßigkeit gegessen, einfach so.“ Und da ging mir ein Licht auf.

Karob statt Kakao

Ich kenne Johannisbrotkernmehl, das steht auf der ein oder anderen Lebensmittelverpackungen und wird als E410 als Verdickungsmittel eingesetzt. Und ich hatte mal ein gekeimtes Vegan-Müsli, das statt Schokostückchen getrocknete Karob-Nibs enthielt. Die haben sehr nach Kakao geschmackt, enthalten aber kein Koffein und sind halt natürlich, ohne Milch und künstlichen Zucker. Und kurz darauf hatte ich mir mal Karobpulver bestellt – das enthält 35-45 Prozent langkettige Kohlenhydrate in Form von Ballaststoffen und Stärke, etwa fünf Prozent Eiweiß, rund drei Prozent Mineralstoffe und etwa ein Prozent Fett. Außerdem punktet Carob mit einem hohen Anteil an Vitamin A und B, Eisen und Kalzium, ist frei von Cholesterin, Laktose und Gluten.

Selbst gemahlen im Hochleistungsmixer

Herkunft

Johannisbrot kommt aus dem Mittelmeerraum und ist eine Hülsenfrucht. Herkunft Mittelmeerraum. Und ich finde, dieses Früchtchen macht sich in unserer Küche ganz gut.

Zutaten

Jetzt geht´s ans Rezept: man nehme Bio-Ingwer, Bio-Orange oder Grapefruit, Bio-Zitrone oder Limette, Honig oder als vegane Variante Agavendicksaft, Pfeffer und Karobpulver.

Die Basis

80g Ingwer mit Schale gut waschen, trockene Enden abschneiden. Zerschneiden.  

Die Frische

Zwei Orangen und eine Zitrone auspressen. Alles zusammen eine Minute mixen. Nach Bedarf süßen.

Der Ecktrakick

Pfeffer mahlen, Karob zerkleinern oder als Pulver kaufen. Über den Shot streuen.

Das Finale

Frisch genießen und die Wärme im Bauch spüren. Gekühlt und verschlossen 3-4 Tage haltbar.

Wissen to go

Dem Ingwer werden eine antivirale und antientzündliche Wirkung zugeschrieben – beim Riechen oder Kauen vor allem gut gegen eine verstopfte Nase oder Entzündungen im Nebenhölenbereich. Möglicherweise wirkt Ingwer fieberhemmend.

Pfeffer enthält Piperin und kann die Bioverfügbarkeit von Vitalstoffen anderer Lebensmittel wie im Ingwer deutlich verstärken. Das heißt, die Verwertbarkeit im menschlichen Körper wird dadurch steigert und die Kombination bringt noch mehr Booster ins Glas.

Zitronen und Limetten sind gut für unsere Immunabwehr. Sie enthalten viel Vitamin C und schützen damit die Zellen.

Wer den Shot nicht ganz so scharf mag, kann ihn mit Wasser strecken.

Lasst es euch schmecken!

Hier geht´s zum Rezept-Download (12.-19.1.)